[Schottland] Isle of Skye: Unsere Highlights im grünen Inselparadies

Der Name „Isle of Skye“ steht in Schottland für Naturerlebnisse der Spitzenklasse! Die größte Insel der Inneren Hebriden bietet atemberaubende Landschaften und ist voller magischer Orte, die auch den größten Abenteurer garantiert zum Staunen bringen. In diesem Beitrag stellen wir euch unsere absoluten Highlights vor und geben euch abschließend einige Ratschläge für ein rundum gelungenes Inselerlebnis mit auf den Weg. Der wichtigste Tipp aber vorweg: Wanderschuhe nicht vergessen!

Fairy Glen: Ein Spaziergang im Land der Feen

Das Fairy Glen bei Uig war gar nicht so leicht zu finden. Erst der Tipp einer Einheimischen brachte uns auf die richtige Fährte: kurz hinter dem Uig Hotel von der A87 ins Landesinnere abbiegen und dem schmalen Sträßchen für etwa 2 Kilometer bis zu einem kleinen Parkplatz auf der linken Seite folgen. (Mittlerweile wissen wir: ein Blick in GoogleMaps hätte uns auch weiter geholfen…) Gespannt quetschten wir unser Auto in die letzte freie Parklücke und stiefelten los – bereit, uns verzaubern zu lassen. Sobald wir den ersten Hügel erklommen hatten, tat sich vor uns eine verwunschene Welt auf: grüne Hügel mit seltsamen Riffelungen soweit das Auge reicht, dazwischen kleine Tümpel, knorrige Bäume und bizarre Felsen. Die Wissenschaft behauptet, Gletscher seien für dieses wundersame Tal verantwortlich. Oder waren hier vielleicht doch die namensgebenden Feen am Werk?

Weil es keinen erkennbaren Weg gab, wanderten wir einfach querfeldein über die Hügel in östlicher Richtung – und kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Wahnsinn, was für eine wunderschöne Landschaft! Nach gut einem Kilometer kreuzten wir die Straße, auf der wir hergekommen sind und tauchten ein in ein weiteres Tal, das nicht weniger beeindruckend war. Den markanten „Castle Ewen“-Fels zu unserer Linken, überquerten wir eine kleine Lichtung mit mysteriösen Steinkreisen und schlugen in einem weiten Bogen wieder der Rückweg zum Parkplatz ein. Dabei waren wir komplett allein unterwegs. Die übrigen Touristen hatten sich offenbar für einen anderen Weg entschieden. Wir genossen die Stille um uns herum. Die letzten Meter führten durch einen schummrigen Wald mit krummen Bäumen. Wir waren uns sicher: wenn sie irgendwo wohnen, die Feen, dann hier…

Packt euch unbedingt ein paar leckere Snacks und etwas zu Trinken ein, denn nirgendwo findet ihr bessere Picknickplätze als im Fairy Glen!

Quiraing: Eine Wanderung mit Ausblick

Wenn wir noch einmal nach Skye kommen würden und nur Zeit für eine einzige Aktivität hätten, dann würden wir uns definitiv für den Quiraing entscheiden! Die Bergkulisse ist einfach überwältigend! Wenn wir heute die vielen Fotos durchschauen, die wir unterwegs geschossen haben, macht unser Herz immer noch einen riesengroßen Hüpfer. Neben dem Tongariro Alpine Crossing in Neuseeland war Quiraing definitiv die schönste Wanderung, die wir je gemacht haben. Der Weg führt vorbei an eindrücklichen Felsformationen und beeindruckenden Gipfeln mit fantastischem Ausblick auf die Küste. Besonders toll: in diesen Genuss kann jeder kommen, denn spezielle bergsteigerische Kenntnisse sind nicht erforderlich. Eine gute Kondition und festes Schuhwerk hingegen sind ein Muss, sonst macht´s nur halb so viel Spaß!

Startpunkt ist ein kleiner Parkplatz an der Quiraing Road, die von Uig nach Staffin führt. Wir hatten Glück, eine der hart umkämpften Parklücken zu erwischen. Denn an einem sonnigen Nachmittag ist hier definitiv nicht genug Platz für alle Autos. Wildparkern können wir nur eins raten: Augen auf bei der Platzwahl! Wir durften live miterleben, wie ein Abschleppwagen routinemäßig reihenweise Autos aus dem Schlamm zog (kommt laut einem Einheimischen wohl öfter vor) – sehr zum Leidwesen aller, denn die Straße war gefühlt eine Ewigkeit komplett blockiert.

Ist das Auto erstmal abgestellt, führt ein 7 Kilometer langer Rundweg durch die herrliche Landschaft. Eine Beschilderung sucht man übrigens vergebens, es ist also schon ein kleines bisschen Orientierungssinn gefragt. Keine Sorge: Verirren kann man sich eigentlich nicht. (Zu den Hauptzeiten kann man natürlich auch einfach den anderen Wanderern folgen.) Wir sind immer der Nase nach gelaufen und haben mit vielen, vielen Fotostopps das imposante Bergplateau „The Table“ gegen den Uhrzeigersinn umrundet. Trotz einiger steilerer Passagen war das ziemlich gut machbar. Wer ein paar extra Energiereserven übrig hat, kann nach etwa einem Drittel der Strecke zusätzlich noch zum Gipfel hinauf klettern. Wir haben uns dagegen entschieden und sind lieber auf dem Hauptweg geblieben. Das war für uns Abenteuer genug, denn stellenweise schlängelte er sich schon reichlich nah am Abgrund entlang.

Nach rund dreieinhalb Stunden saßen wir etwas erschöpft, aber unglaublich glücklich und um viele tolle Eindrücke reicher wieder im Auto. Diese Wanderung wird uns noch lange im Gedächtnis bleiben!

Fairy Pools: Wasserspaß für Feen und Menschen

Die Insulaner sind offenbar ganz versessen auf ihre Feen, denn neben dem Fairy Glen gibt es auf Skye auch noch die Fairy Pools. Und die sind nicht minder beeindruckend! Auf einer Länge von knapp einem Kilometer ergießt sich der Bittle River über viele kleine Wasserfälle in ebenso viele kristallklare Pools. Kein Wunder, dass die Feen hier zum Plantschen herkommen: die Gegend ist wirklich malerisch.

Skye_Fairypoolsway

Vom Parkplatz führt ein schmaler Weg zum Flusslauf.

Auf halber Strecke zwischen Carbost und Glenbrittle, direkt an der Straße, gibt es einen kleinen Parkplatz (bei GoogleMaps zu finden als „Fairy Pools Car Park“). Von dort führte uns ein gut erkennbarer Spazierweg direkt zum Bittle River, den wir ein Stück flussaufwärts begleiteten. Irgendwann war leider Endstation: „Durchgang verboten“. Also drehten wir um und liefen auf gleicher Strecke wieder zurück Richtung Parkplatz. Machte aber gar nichts, denn die vielen Pools waren so traumhaft, dass man sie sich auf jeden Fall auch noch ein zweites Mal anschauen kann!

Mutige können ihre Badesachen mitbringen. Wir trafen auf unserer Reise zwei Amerikanerinnen, die wild entschlossen waren, in den Fairy Pools baden zu gehen. Wir haben nur einmal kurz die Hand eingehalten: viel zu kalt! Da sind wir doch lieber an Land geblieben.

Unsere Ratschläge für das ultimative Inselerlebnis

Die Isle of Skye ist vom schottischen Festland aus gut zu erreichen – entweder per (Auto-) Fähre ab Mallaig (mit Ankunft in Armadale) oder direkt per Auto über die Skye Bridge bei Kyle of Lochalsh. Wir haben beides ausprobiert. Natürlich nimmt die Fährfahrt mit Be- und Entladung etwas Zeit in Anspruch, ist aber auf jeden Fall die bessere Wahl, wenn ihr sowieso in der Gegend um Mallaig seid (zum Beispiel weil ihr euch die landschaftlich schöne „Road to the Isles“ ab Fort William nicht entgehen lassen wolltet). Mit dem Auto bräuchtet ihr von dort schon rund 3 Stunden nur bis zur Brücke. An Schottlands zerklüfteter Westküste ist die Anzahl an Straßen eben relativ überschaubar und es sind zum Teil ordentliche Umwege nötig, um von A nach B zu kommen.

Die gute Erreichbarkeit von Skye bringt natürlich auch einen Nachteil mit sich: es wimmelt an den Hauptattraktionen nur so vor Touristen. Während sich die Massen im weitläufigen Fairy Glen noch ganz gut verteilen, geht es auf den Wanderwegen um den Quiraing und entlang der Fairy Pools  teilweise zu wie auf einer Ameisenstraße. Um dem größten Gewusel zu entgehen, empfehlen wir, die Touren auf die frühen Morgenstunden oder – so wie wir – auf die Abendstunden zu legen. Gerade im Sommer ist es in Schottland unglaublich lange hell, man kann locker bis 21 Uhr draußen wandern. Und ganz so spät muss es gar nicht unbedingt sein. Am Quiraing wurde es schon ab 18 Uhr deutlich leerer.

Egal ob kurzer Spaziergang oder stramme Wanderung – eins solltet ihr bei euren Ausflügen in die Natur auf Skye immer dabei haben: Mückenschutzmittel. Ansonsten macht ihr über kurz oder lang unter Garantie Bekanntschaft mit den schottischen Midges. Das sind richtig fiese Plagegeister, die kleine, aber dafür ziemlich juckende Bisse hinterlassen. Unbedingt ordentlich einsprühen!

Je mehr Landschaft, desto weniger Infrastruktur! Logisch, oder? Genau aus diesem Grund fahren die meisten Besucher ja auch nach Skye. Wenn einem aber zwischendurch dann doch mal der Sinn nach Zivilisation mit Annehmlichkeiten wie Geschäften und Restaurants steht, dann kommt eigentlich nur Portree in Frage. Der kleine Ort ist wirklich hübsch und für einen gemütlichen Bummel sehr empfehlenswert! Aber auch hier kann es in Ermangelung von Alternativen abends eben ganz schön trubelig werden. Solltet auch ihr Portree für ein leckeres Abendessen ansteuern wollen, raten wir zu einer Tischreservierung. Am besten im hübschen „Sea Breezes“ direkt am Hafen. Das Essen dort ist wirklich grandios und die Bedienung super freundlich.

Habt ihr noch keine Idee, wo ihr schlafen sollt? Dann bucht euch über Airbnb ein Zimmer bei Evelyn und ihrer Familie. Ihr hübsches Zuhause liegt herrlich abgeschieden inmitten grüner Felder und garantiert eine absolut ruhige Nacht. Unser großes Doppelzimmer mit angeschlossenem Bad war gemütlich eingerichtet und mit allem ausgestattet, was es für einen Kurzaufenthalt braucht. Dank eines leckeren Frühstücks sind wir perfekt in den Tag gestartet. Ganz klare Empfehlung!

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