[Costa Rica] 2 Wochen Roadtrip im Naturparadies: Unsere Reiseroute und Tipps zur Planung

Hach ja, Costa Rica… Wir könnten direkt wieder anfangen zu schwärmen. Das kleine Land zwischen Panama und Nicaragua hat uns mitten ins Herz getroffen! Für Zentralamerika-Neulinge wie uns war es der perfekte Einstieg: ursprünglich, exotisch, geheimnisvoll – und trotzdem relativ komfortabel zu bereisen.

2 Wochen waren nicht annähernd genug Zeit, um all die wunderschönen Ecken Costa Ricas zu entdecken! Dennoch haben wir versucht, der Vielfalt des Landes gerecht zu werden. Unsere Route führte uns vorbei an schlafenden Vulkanen, malerischen Tälern, hohen Bergen, einsamen Stränden, nebelverhangenen Wäldern, heißen Quellen und etlichen Nationalparks. Klingt fantastisch, oder? War es auch! Bevor wir euch unseren Streckenverlauf im Detail vorstellen, möchten wir noch ein paar grundlegende Dinge ansprechen, die euch die Reiseplanung hoffentlich erleichtern werden.

On the Road: Auto fahren in Costa Rica

Auto fahren? Geht in Costa Rica ziemlich problemlos! Warum wir das so betonen? Weil wir tatsächlich einige Reisende getroffen haben, die mit privatem Fahrer unterwegs waren. Völlig unnötig, finden wir! Alles, was es braucht, um selbstlenkend von A nach B zu kommen, ist ein bisschen Abenteuerlust – und eine gesunde Portion Vertrauen in das Auto, das unbedingt mit Allrad-Antrieb ausgestattet sein sollte! Denn abseits der Hauptverkehrsstraßen ist’s vorbei mit glatten Asphaltdecken. Doch mit dem nötigen Fingerspitzengefühl lässt sich jede noch so staubige Buckelpiste meistern (manchmal halt eben auch erst im zweiten Anlauf…) und irgendwann macht „offroad“ fahren sogar richtig Spaß. Versprochen! Plant für eure Fahrten aber unbedingt ausreichend Zeit ein. Google Maps bietet hierfür eine gute Orientierung. Und glaubt uns: Wenn Google sagt, ihr braucht 3 Stunden für 100 Kilometer Wegstrecke, dann braucht ihr die auch – tendenziell sogar noch ein paar Minuten länger. Aus dem zuvor genannten Grund. Lasst euch außerdem nicht täuschen, wenn Orte auf der Karte vermeintlich nahe beieinander liegen. Oft müssen Berge oder Nationalparks großräumig umfahren werden. Unseren Mietwagen haben wir übrigens über rentalcars.com bei „Budget“ gebucht. Hat alles absolut problemlos geklappt! Man sollte sich aber auf jeden Fall eine lokale SIM-Karte mit etwas Datenvolumen gönnen, damit man Navigationssysteme auf dem Handy nutzen kann, denn oft sind die Beschilderungen nicht so optimal. 

Sweet Dreams: Übernachten in Costa Rica

Eine gute Nachricht für alle freiheitsliebenden Traveller: In Costa Rica ist kein langes Vorbuchen der Unterkünfte erforderlich! Wir haben uns stets am Vorabend auf booking.com* einen Schlafplatz für die nächste Nacht gesucht – und das hat ganz hervorragend funktioniert. Natürlich hätten auch einfach spontan vor Ort die Guesthouses abklappern können, irgendwo untergekommen wären wir sicherlich! Aber solche Juwelen wie die „El Salto Ecolodge“ zum Beispiel, die ganz versteckt an einer schmalen Schotterstraße lag und eine traumhafte Aussicht auf das Vallée de Orosí bot, hätten wir dabei garantiert nicht gefunden. Ein bisschen Recherchearbeit lohnt sich also, wenn ihr Wert auf das „gewisse Etwas“ legt. Fans von klassischen Hotels werden übrigens enttäuscht sein: außerhalb der größeren Orte geben B&Bs und Hostels den Ton an! Uns war’s recht, denn wir lieben den direkten Austausch mit Gastgebern und anderen Reisenden sowie die familiärere Atmosphäre.

Let’s talk about money: Reisebudget

Eingefleischte Mittelamerika-Fans haben es uns verraten: Costa Rica ist im Vergleich zu seinen geografischen Nachbarn kein günstiges Reiseland! Gerade in puncto Freizeitgestaltung müssen Touristen vielerorts tief in die Tasche greifen. Ein Tagesticket für den „Manuel Antonio Nationalpark“ zum Beispiel kostet rund 14€. Wer zusätzlich an einer „Guided Tour“ teilnehmen will, zahlt nochmal knapp 40€ drauf. Ein Bad in den heißen Quellen des „Ecotermales Fortuna“ schlägt mit 35€ zu Buche, für eine Hängebrücken-Tour in Monteverde sind ebenfalls 35€ fällig. Definitiv keine Schnäppchenpreise – und trotzdem lohnenswert, wie wir finden! Als Teilzeit-Traveller sind wir zum Glück nicht darauf angewiesen, jeden Euro zweimal umzudrehen. Wer hingegen etwas mehr auf’s Budget achten muss, kann aufatmen: Wie in fast jedem Land gibt es auch in Costa Rica kostengünstigere Freizeitalternativen. Für eine Wanderung im wunderschönen „Cloudbridge Nature Reserve“ zum Beispiel ist eine Spende nach eigenem Ermessen fällig, der Eintritt zum „Reserva Natural Mirador El Silcencio“ verschlingt nur ein paar wenige Euro und der Besuch an vielen Traumstränden ist komplett kostenlos. Auch beim Essen hat man stets die Wahl: günstig und einheimisch in den meist ziemlich funktionalen Sodas (Hauptgericht ca. 5€) oder etwas teurer und ausgefallener in den vielen, coolen Restaurants (Hauptgericht etwa 10-15€). Selbstversorger können sich prima im Supermarkt eindecken, dessen Preise unserem deutschen Niveau ähneln. Für unsere Übernachtungen im Doppelzimmer mit eigenem Bad haben wir in der Regel zwischen 40€ und 80€ bezahlt.

Unsere Reiseroute:

Tag 1: Provinz Alajuela

An unserem 1. Reisetag haben wir San José direkt nach dem Frühstück den Rücken gekehrt und das Umland erkundet. Unser erster Stopp waren die „La Paz Waterfall Gardens“, anschließend sind wir weiter gefahren ins kleine Kunsthandwerkerdorf Sarchí. Was es an beiden Orten zu entdecken gibt, könnt ihr hier nachlesen. Übernachtet (und auch gespeist) haben wir in der „Uruka Lodge*“ in La Garita. Für einen Kurzaufenthalt absolut in Ordnung.

Tag 2: La Garita – Heredia – Vallée de Orosí

Nachdem unsere Vulkanwanderung am Poás wegen erhöhter vulkanischer Aktivitäten leider ausfallen musste, sind wir an unserem 2. Reisetag spontan nach Heredia gefahren und haben nach einem kurzen Stadtbummel an der „Britt Coffee Tour“ teilgenommen. Den Nachmittag haben wir für eine Rundfahrt durch das wunderschöne Vallée de Orosí genutzt. Unsere Eindrücke teilen wir hier mit euch. Übernachtet haben wir in der gemütlichen „El Salto Ecolodge*“ mit traumhafter Aussicht ins Tal. Sehr zu empfehlen!

Tag 3: Vallée de Orosí – Cerro de la Muerte – San Isidro de El General

An unserem 3. Reisetag haben wir früh morgens das Vallée de Orosí hinter uns gelassen und sind zum „Parque Nacional Volcán Irazú“ aufgebrochen. Nach einer ausgiebigen Besichtigungsrunde haben wir es mit dem Cerro de la Muerte aufgenommen – Costa Ricas spektakulärstem Gebirgspass. Er führte uns in knapp 3 Stunden zu unserer fantastischen Unterkunft „Mirador Valle del General*“ (mit Restaurant) kurz vor San Isidro de El General. Den Abstecher nach San Gerado de Dota hätten wir uns sparen können, denn im Reservat des „Hotel Savegre“ gab es nichts Spannendes zu sehen.

Tag 4: San Isidro de El General – San Gerado de Rivas – Uvita

An unserem 4. Reisetag starteten wir einen neuen Wanderversuch im „Cloudbridge Nature Reserve“ bei San Gerado de Rivas. Anschließend legten wir in San Isidro de El General eine späte Mittagspause beim „Urban Farm Café“ ein. Frisch gestärkt haben wir die letzte Etappe nach Uvita bewältigt und den Tag am Strand ausklingen lassen. Unsere Unterkunft, die „Cabinas Tropical Beach*“, war in Ordnung, befand sich allerdings gerade im Umbau. Großartig hingegen war unser Abendessen im „Sabor Español“. Wenn ihr auch hin wollt, solltet ihr vorab einen Tisch reservieren.

Tag 5: Uvita – Dominical

An unserem 5. Reisetag haben wir uns früh aus den Federn gequält und den kompletten Vormittag im „Parque Nacional Marino Ballena“ verbracht. Einen Erfahrungsbericht findet ihr hier. Zur Mittagszeit sind wir weiter nach Dominical gefahren und haben uns ein leckeres Mittagsmahl im ziemlich coolen „Café Mono Congo“ genehmigt. Nach einem schnellen Check-In im wirklich schönen, etwas abseits gelegenen „Casa del Toucan*“ und ein paar entspannten Runden im Pool haben wir den Tag in Dominical ausklingen lassen. Für’s Abendessen können wir den „Del Mar Taco Shop“ empfehlen.

Tag 6: Dominical – Quepos

Reisetag 6 verlief gemütlich: vormittags Relaxen am Pool, mittags ein Spaziergang durch das herrliche „Hacienda Baru Reserve*“. Nachmittags sind wir schließlich nach Quepos weitergefahren und haben im Garten unserer großartigen Unterkunft „My Casa B&B*“ ausgiebig Tiere beobachtet. Abends haben wir noch für ein Sundowner bei „Ronny’s Place“ vorbei geschaut, das wir aber wegen der hohen Dichte an Busreisegruppen nur bedingt weiterempfehlen können.

Tag 7: Quepos – Carara

Den Großteil unseres 7. Reisetages haben wir im „Parque Nacional Manuel Antonio“ verbracht, der besser ist als sein Ruf, wenn man den überlaufenen Hauptweg und den Playa Manuel Antonio erstmal hinter sich gelassen hat. Weitere Infos findet ihr hier. Nach einer anschließenden Kuchenpause in „Emilio’s Café“ haben wir uns auf den Weg nach Carara gemacht. Unsere dortige Unterkunft, die „Rancho Capulin*“, zählt zu den schönsten unserer Reise. 

Tag 8: Carara – Monteverde

Am Vormittag unseres 8. Reisetages haben wir eine geführte Ranger-Wanderung im „Parque Nacional Carara“ unternommen und tatsächlich einige rote Aras entdeckt. Weil uns der Park so gut gefallen hat, haben wir anschließend auf eigene Faust noch eine weitere Wanderung unternommen. Bevor wir am Nachmittag nach Monteverde aufgebrochen sind, haben wir noch kurz an der Krokodilsbrücke in Tarcoles Halt gemacht. Übernachtet haben in der „Arco Iris Lodge*“. Einfach, aber sauber.

Tag 9: Monteverde

Unseren 9. Reisetag haben wir komplett in Monteverde verbracht. Nachdem uns die Ranger-Wanderung durch den nebellosen Nebelwald von Santa Elena etwas enttäuscht hat, hat das wunderschöne „Curi Cancha Reserve“ unsere Laune wieder deutlich gebessert, denn dort haben wir auch ohne Guide viele Tiere entdeckt. Zwischendrin gab’s Kuchen bei „Stella’s Bakery“ (herrlich!), um Kraft zu tanken für unsere Nachtwanderung mit „Ficus Trails“. Unsere Erlebnisse teilen wir hier mit euch.

Tag 10: Monteverde – La Fortuna

An unserem 10. Reisetag haben wir uns nochmal in den Nebelwald begeben und einen geführten „Sky Walk“ über die Hängebrücken von Monteverde gewagt. Ob es sich gelohnt hat, könnt ihr hier im letzten Abschnitt nachlesen. Gegen Mittag haben wir uns auf den Weg nach La Fortuna gemacht, der dank einiger Zwischenstopps ob der schönen Landschaft etwas länger ausgefallen ist. In La Fortuna angekommen haben wir unser Zimmer in der hübschen „Catarata Eco Lodge*“ bezogen und sind zum Abendessen im „Chifaz La Familia Feliz“ eingekehrt.

Tag 11: La Fortuna

An unserem 11. Reisetag, den wir komplett in La Fortuna verbracht haben, war zunächst Entspannung angesagt in den heißen Quellen des „Ecotermales Fortuna“. Das haben wir uns auf der Zielgeraden der Reise aber auch verdient! Mittags haben wir uns im „Organico Fortuna“ gestärkt und nachmittags sind wir zum „Catarata Rio Fortuna“ gewandert. Beim Abendessen haben wir uns für das „Rainforest Café“ entschieden, das solide landestypische Küche, aber auch leckere Desserts und ausgefallene Shakes anbietet. Schmeckt!

Tag 12: La Fortuna

Unseren 12. Reisetag haben wir ebenfalls komplett in La Fortuna verbracht. Den Vormittag über wanderten wir im „Mirador El Silencio Nationalpark“ und bestaunten den perfekt geformten Vulkankegel. Etwas Abwechslung zu den ganzen Nationalparks bot die nachmittägliche Kakao-Tour bei „Don Olivo“. Da wir hier spontan entschieden, einen Tag in La Fortuna zu verlängern, haben wir noch eine weitere Unterkunft getestet. Das „Volcano Gold Loft*“ ist sehr empfehlenswert, liegt jedoch etwas außerhalb. Alle Eindrücke aus La Fortuna gibt es auch nochmal hier.

Tag 13: Fortuna – Zarchero – Heredia

Unsere Reise neigte sich fast dem Ende zu – und so mussten wir uns an unserem 13.  Reisetag nach einem letzten Spaziergang durch La Fortuna auf den Rückweg Richtung San José machen. Die kleine Stadt Zarcero mit dem Skulpturenpark vor der Katholischen Kirche ist ein netter Zwischenstopp für 1-2 Stunden. Unseren Aufenthalt im „Vistas del Conde*“ in Heredia haben wir sehr genossen. Das Kaminfeuer und das grandiose Abendessen haben maßgeblich dazu beigetragen.

Tag 14: Heredia – San José 

Wir lieben Faultiere! Deswegen haben wir uns für den letzten Tag in Costa Rica ein besonderes Highlight aufgehoben. Beim Besuch der „Toucan Rescue Ranch“ gab es den ultimativen Faultier-Cuteness-Overload. Details zu unserer Tour findet ihr hier. Anschließend übernachteten wir noch einmal in San José bei Amanda in ihrem gemütlichen „De La Tierre EcoHouse*“ und gönnten uns einen Burger bei „Porkys Bar-B-Q“, bevor wir unsere Koffer wieder zusammenpacken mussten und am nächsten Tag unseren Flieger zurück nahmen. 

Fazit: Ein Naturparadies mit guter Infrastruktur

Die „reiche Küste“ in Zentralamerika hat uns richtig begeistert, denn sie ist ein wahres Naturparadies. Allerdings muss man sich auch bewusst sein, dass es im Land nicht viel anderes gibt als Natur, Wildlife und Strand. Schöne Städte? Fehlanzeige! Doch unserer Meinung nach braucht es die auch gar nicht unbedingt. Man muss nur seinen Fokus und seine Erwartungen entsprechend legen, dann hat man unter Garantie einen wundervollen Urlaub vor sich. 

(Transparenz: Die mit * markierten Links sind Affiliate-Links. Wenn du deine Übernachtung über dieses Links buchst, erhalten wir eine kleine Provision, die unserer Reisekasse zugute kommt. Für dich ändert sich dadurch natürlich nichts am Preis!)

2 Gedanken zu “[Costa Rica] 2 Wochen Roadtrip im Naturparadies: Unsere Reiseroute und Tipps zur Planung

    • wirdortundhier schreibt:

      Liebe Steffi, vielen Dank für dein Feedback! Wir können Costa Rica nur empfehlen! Die Natur ist einfach traumhaft. Wenn es bei dir so weit sein sollte, meld dich gern nochmal, falls du Fragen hast.

      Vielen Grüße,
      Sandra & Patryk

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